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News

Start des nächsten Trauer-Online-Seminars am Freitag, 1. Dezember 2017 17.09.2017

Nähere Informationen findet ihr hier.

Neuerscheinung “Trauern, wenn Mutter oder Vater sterben - Ich bewahre alles in meinem Herzen” 17.09.2017

Seit Freitag 15. September 2017 ist das Buch im Handel erhältlich.

Zwischen Tolstoi und Simone de Beauvoir 13.05.2016

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Radio Bremen 29. April 2016 kurz nach 13 Uhr: Interview mit Eva Terhorst 29.04.2016

Morgen am 30. April 2016 halte ich auf der "Messe Leben und Tod" in Bremen einen Vortrag. Zum Auftakt bringt Radio Bremen heute, 29. April um kurz nach 13 Uhr ein Interview mit mir. Mehr dazu hier.

Online-Trauer-Seminar: Nächster Start: Freitag, 6. Mai 2016 Einstieg jederzeit möglich 23.11.2015

Mehr Informationen hier:

SWR2 “Lust auf Kultur - Impulse” Sendung vom 12.11.15: Arbeiten als Trauerbegleiterin: Das schlimme 12.11.2015

In knapp 6 Minuten könnt ihr euch hier einen kleinen Eindruck von meiner Arbeit als Trauerbegleiterin und von meinem Buch: "Das erste Trauerjahr" verschaffen. Hier geht es zum Beitrag: SWR2 "Impulse" vom 12.11.15 

Und hier der Beitrag als MP3 zum Runterladen.

Radiointerview bei Dominoltalk 05.11.2015

Im Gespräch geht es darum, mit welchen Hilfsmitteln man sich durch die schwersten Momente helfen kann.

Bei mir waren es Bachblüten (Rescue-Tropfen), Homöopathie und Schokolade.

Hier könnt Ihr euch das Interview bei Dominotalk runterladen und anhören.

 

Dominotalk Interview als MP3

Termine / Radiointerviews / Lesungen 30.10.2015

Vortrag:
Lesungen:

 

Radiosendungen: 

  • Freitag, 29.04.16, 13.02 Uhr Radio Bremen. Hier geht es zum LInk.
  • Montag, 2.11.15, 21 Uhr (live) Domino Talk Alex (Radio): entweder im Livestream unter www.alex-berlin.de oder im Berliner Kabelnetz von Kabel Deutschland: 92,6
  • Wiederholung: Mittwoch, 4.11.15, 17 Uhr Strassenfeger Radio 88vier (UKW 88,4 MHz Berlin) in Potsdam und in Teilen von Brandenburg unter  UKW90,7 MHz
  • SWR2, Donnerstag, 12.11.15 "Lust auf Kultur - Impulse" Arbeiten als Trauerbegleiterin: Das schlimme erste Jahr. Hier geht es zum Link.
  • RBB Inforadio "Vis á vis" vom 16.11.15 "Trauer ist gesund". Hier geht es zum Link
  • Radio Bremen: Sonntag, 22.11.15, 13.05 - 14.00 Uhr „2nach1" Hier geht es zum Link

“Aus dem Leben gerissen” Fernsehbeitrag im RBB 10.03.2014

Der plötzliche Tod eines Kindes oder Partner fordert weit mehr von uns als die Trauerarbeit, wie wir sie uns vorstellen können. Professionelle Unterstützung und Begleitung kann hilfreich sein, die schlimmste Zeit zu überstehen. Im Film "Aus dem Leben gerissen" von Angelika Brötzmann, der am Samstag, 8. März 2014 auf rbb lief, kann man mich ausschnittsweise bei meiner Arbeit sehen.

Hier der Link zur Mediathek des RBB

http://mediathek.rbb-online.de/rbb-fernsehen/himmel-und-erde/aus-dem-leben-gerissen?documentId=20061934

Begleitbriefe 2014 09.03.2014

Unter Begleitbriefe stehen die neuen Begleitbriefe für dieses Frühjahr zum Download bereit.

Begleitbrief zum Thema Krise und Trauer (März 2013) 24.03.2013

 

Ihr Lieben,

heute beginne ich mit einem Zitat aus Peter Allmend „Elision – Gespräche mit einer Weisen“

„Geht ein geliebter Mensch voraus in eine andere Welt, so vergießen die Zurückgebliebenen oft bittere Tränen, Sie ahnen meist nicht, wie sehr sie den Weg dessen erschweren, der nur durch einen Schleier von ihnen getrennt ist. Was in Liebe verbunden ist, kann nie getrennt werden. Formen mögen sich auflösen, die Liebe aber bleibt. Die Angst vor dem Verlust wird wohl so lange das Leben der Menschen verdunkeln, bis die Schranke zwischen Diesseits und Jenseits sich gehoben hat. Wer still und achtsam nach innen spürt, wird die Anwesenheit jener wahrnehmen, die nur eine Hülle ablegen durften.“ ........

Vor ein paar Tagen sagte mir eine Klientin, dass sie es sich kaum vorstellen kann, meine Arbeit zu machen, da es ihr sehr anstrengend und belastend vorkommt, sich immer nur mit traurigen Schicksalen auseinander zu setzen.

Auf den ersten Blick mag das so sein, aber genauer betrachtet fühle ich mich oft unglaublich dankbar. Dankbar dafür, Menschen ein wenig Mut und Entlastung geben zu können. Aber noch viel dankbarer dafür, dass durch meine Arbeit ganz wunderbare und inspirierende Leute zu mir finden, die mein Leben beschenken. Was sich ebenfalls kaum jemand vorstellen kann, der nichts mit diesem Beruf zu tun hat: Wir lachen ganz viel! Dies kommt auch in dem Zeit online Artikel von Arndt Zickgraf „Wer trauert, darf auch lachen“ zum Ausdruck.

 

Diskussion mit einem Toten

Die meisten, die einen geliebten Menschen verloren haben, bemerken an sich selbst, wie sie sich weiterhin mit dem Verstorbenen unterhalten. Man möchte meinen, dass es sich dabei um eine recht einseitige Unterhaltung handelt. Viele von uns bekommen aber Antworten oder fühlen sich nach diesen Gesprächen besser. Gerade bei wichtigen Fragen kann der geliebte Mensch zu einem inneren Ratgeber werden, um die Gedanken zu ordnen und zu klären.

Nick Wardhat die Unterhaltung mit einem Toten während einer großen persönlichen Katastrophe in seiner Verzweiflung praktiziert. In seinem neu erschienen Buch „Allein mit dem Tod“ wird klar, dass ihm das vermutlich das Leben gerettet oder zumindest entscheidend dazu bei getragen hat, dass er überlebte.

Der Segler nahm 1979 an der Fastnet-Regatta von Südengland nach Irland teil, bei der ein starker Orkan aufzog und insgesamt 15 Seglern das Leben kostete. Auch das Boot auf dem er mitsegelte wurde von der Crew aufgeben. Der Rest der Besatzung wechselte auf eine Rettungsinsel und ließ ihn und seinen Mitsegler Gerry zurück, weil sie die beiden für tot hielten. Doch zu diesem Zeitpunkt lebten die Männer noch. Was dann passierte, könnt Ihr in diesem atemraubenden und mitnehmenden Spiegel online Artikel lesen. Wer dann noch nicht genug hat, besorgt sich einfach das Buch! Nick Ward hat 33 Jahre gebraucht, bis er diese extreme Erfahrung aufschreiben konnte. Mich hat diese Geschichte lange beschäftigt und ich freue mich, wenn Ihr Eure Gedanken dazu mit mir teilt.

 

Geschenkt

Im letzten Begleitbrief gab es eine Empfehlung zur Lesung von Dorothea Stockmar aus ihrem Buch Anker, Kuh und Kompass. Die Meystersinger, bestehend aus Luci van Org und Roman Shamov waren bei der Lesung auch dabei und stellten Songs aus ihrem neuen Debutalbum „Trost“ vor, die mir so dermaßen unvermittelt die Tränen in die Augen getrieben haben, dass ich es bis jetzt noch nicht ganz begreifen kann. Ihr könnt Euch vorstellen, dass ich mich als Trauerbegleiterin mit Tränen auskenne, so ist mir das allerdings noch nie passiert.

Die Texte und die Musik mit diesen wundervollen Stimmen gehen ohne Umweg direkt ins Herz und berühren dort alles, was berührt werden möchte.

Im Anschluss an das kleine Konzert hatte ich die große Freude mich mit den beiden ganz wunderbar zu unterhalten und über meinen Beruf als Trauerbegleiterin zu sprechen. Natürlich habe ich mir die CD „Trost“ gekauft und signieren lassen. Ich kann Euch nur empfehlen, das auch zu tun. Aber die ersten Beiden, die mir eine Mail mit dem Betreff Trost samt Adresse schicken, bekommen die CD von Luci und Roman mit Signatur geschenkt! Mehr über dieMeystersinger findet Ihr hier.

 

Kinderhospizarbeit

Am 10. Februar war der bundesweite „Tag der Kinderhospizarbeit“, der 2006 erstmals ins Leben gerufen wurde. Damit soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass mehr als 20.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland an lebensverkürzenden Krankheiten, wie zum Beispiel Stoffwechsel-, genetischen und neurologische Erkrankungen oder Krebs, leiden.

Die Björn Schulz STIFTUNG steht seit mehr als 16 Jahren Familien mit schwer- bzw. unheilbar erkrankten Kindern umfassend, liebevoll und professionell zur Seite. Sie baute unter anderem vor über zehn Jahren das Kinderhospiz SONNENHOF in Berlin und 2011 das Tages-Kinderhospiz in Frankfurt (Oder) auf. Im Jahre 1997 gründete sie den ersten ambulanten Kinderhospizdienst der Bundesrepublik –

die FAMILIENBEGLEITER.

Dass diese Arbeit unglaublich wichtig ist, versteht sich von selbst. Gut dabei zu wissen, der Aufenthalt eines lebensbegrenzend erkrankten Kindes oder Jugendlichen kostet täglich 550€, aber nur 270€ davon werden von den Krankenkassen übernommen. Der Rest muss durch Spenden aufgebracht werden.

Spendenkonto der Björn Schulz STIFTUNG:

Kontonummer: 78000 800

BLZ: 100 500 00 (Berliner Sparkasse)

 

Radio

Für diejenigen, die sich vom Schicksal Samuel Kochs (Begleitbrief Januar), dem jungen Mann, der damals bei „Wetten dass“ den Unfall erlitt, berührt fühlen, hier geht es zu einem Radiointerview vom 24. Februar 2013 auf oe3 mit ihm, in dem Ihr noch mehr über seinen Alltag und seine Gedanken erfahrt. Das Interview könnt Ihr Euch bei i-tunes herunterladen.

Auch von Kirsten Bruhn, der Paralympics-Gold-Schwimmerin (Du bist Gold – Begleitbrief Februar), habe ich noch ein ganz bewegendes Radiointerview bei Radio1 entdeckt. Hier erfahrt Ihr mehr darüber, wie es zu ihrem Unfall kam und wie sie damit fertig wurde.

 

TV

Hier geht es zur Frau TV, Sendung vom 14. März 2013. Gleich zu Anfang der Sendung berichtet Heike, deren Mann plötzlich und unerwartet starb, wie sie trauerte, aber langsam auch wieder neuen Lebensmut gefunden hat.

Die Dokumentation „Wo bitte gehts zum Himmel?“ zeigt Katty Salié auf der Suche nach der Antwort, was denn nach dem Tod kommt. Dabei trifft sie auch Fritz Roth zu seinem letzten Interview, drei Wochen vor seinem Tod, in dem er über seine Erfahrung und seine Ansicht über den Tod mit ihr spricht.  Diese Dokumentation ist der letzte Teil einer sehr persönlichen, spirituellen Trilogie „Auf der Suche – Sinnsuche jenseits der Kirche“, die tag7 in Zusammenarbeit mit Christine Westermann (WDR 2, Zimmer frei), Sabine Heinrich (1LIVE, Einsfestival) und Katty Salié (WestART, Wunderschön, ZDF-Aspekte) auf die Beine gestellt hat.

So viel für dieses Mal!

Eure Eva Terhorst                                                                                                                                                             Berlin, 24. März 2013

Ausblick

Wie Ihr vielleicht bemerkt habt, fehlen die angekündigten Buchempfehlungen über Geschwistertrauer. Die müssen leider bis zum nächsten Begleitbrief warten. Ich finde immer wieder so viele wichtige Themen rund um Trauer, Krise und Tod, dass ich aufpassen muss, dass der Begleitbrief nicht zu lang wird.

Nächstes Mal gibt es unter anderem ein Feature über Christoph Schlingensief, der 2010 an einer Krebskrankheit verstarb. Allerdings nicht ohne sich sehr mit der Krankheit, dem Zerfall seines Körpers und mit dem was bleibt, auseinander zu setzen. Nachzulesen in seinem Buch, von dem dann zwei Exemplare zu haben sein werden.

Auf meinem Blogund meiner Facebook-Seitegibt es in der Zeit bis zum nächsten Begleitbrief immer wieder Tipps, Anregungen und Links.

Auf meiner Homepage unter Begleitbrief findet Ihr die vorangegangenen Ausgaben des Begleitbriefs mit vielen Hilfestellungen für Trauer und Krisen, wie Bücher, Filme, Bachblüten, Schüßler Salze und andere unterstützende Methoden.

Wer den Begleitbrief nicht mehr erhalten möchte, schickt mir bitte eine E-Mail an: .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen). Wer ihn aber weiterleiten oder mir andere Mailadressen für meinen Verteiler zukommen lassen möchte, ist dazu herzlich eingeladen.

Begleitbrief zum Thema Krise und Trauer (Februar 2013) 25.02.2013

 

Ihr Lieben,

heute möchte ich mit einem Zitat vom Mahatma Gandhi beginnen:

Ich verbeuge mich vor dem Ort in Dir, an dem der ganze Kosmos wohnt. Ich verbeuge mich vor dem Ort der Liebe, des Lichtes, des Friedens, der Wahrheit und der Weisheit in Dir. Ich verbeuge mich vor dem Ort, wo, wenn Du an diesem Ort bist und ich an diesem Ort in mir bin, es nur das Eine von uns gibt. (Mahatma Gandhi)

Da uns in dieser Jahreszeit Sonne fehlt, damit der Ort des Lichts in uns wieder aufgetankt werden kann, habe ich für diesen Begleitbrief als Heilstein den Bernstein herausgesucht:

Heilstein

Er beeinflusst den Gemütszustand positiv bei Depressionen, stärkt das Selbstvertrauen, fördert Flexibilität, Aufgeschlossenheit und Kreativität.  Er ist ein inspirierender Sonnenstein, der Lebensfreude weckt. Bernstein bringt uns Wärme und Licht, kräftigt die Entscheidungsfähigkeit und hilft bei Ratlosigkeit und Depressionen.

Der Bernstein wurde von jeher als lebensspendender Sonnenstein gesehen, welcher in uns besondere Freude weckt. Er bringt Licht und Wärme in das Gemüt und schenkt eine frische und fröhliche Ausstrahlung. Bernstein kräftigt die Entscheidungsfähigkeit und hilft Angst und Depressionen zu überwinden.

Er fördert Selbstheilungstendenzen; nimmt Ängste; vermittelt Ausgeglichenheit; stärkt die Entscheidungskraft; verschafft Zuversicht und Optimismus.

Bernstein ist der Stein der Geborgenheit, des Vertrauens, des Heilseins. Er hilft bei Kummer, Verlustängsten und Sorgen. Mehr

Geschenkt

Damit bei zwei von meinen Leserinnen und Lesern ganz direkt Bernsteinsonne ins Leben kommen kann, verschenke ich den ersten Beiden, die mir eine Mail an .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen) mit dem Betreff „Bernstein“ und ihrer Adresse schicken, je ein Bernsteinöl (100ml) und eine Bernsteinseife (100 g) aus kontrolliert biologischem Anbau. Das Bernsteinöl ist für die Ganzkörpermassage bei Verspannungen, Nerven-, Muskel-, Gelenk-, Phantomschmerzen, Narben- und verhärteter Haut, und die Bio-Bernstein-Seife zur sanften, porentiefen Reinigung und zum Ausgleich des PH-Wertes geeignet.

Trauergruppe

Am Donnerstag, 7. März 2013, um 11 Uhr beginnen wieder die Treffen meiner Trauergruppe. Die Gruppe findet 14-tägig statt und dauert jeweils zwei Stunden. Wer sich noch anschließen möchte, Anmeldung kann gerne unter 030 399 065 58. Mehr Infos http://www.trauerbegleiter.org/inhalt/termine

Themenvorschläge

Auf meine Bitte an Euch nach Anregungen für den nächsten Begleitbrief habe ich ganz wunderbare Vorschläge erhalten, derer ich mich gleich annehmen möchte.

Nachtoderfahrungen

Beim ersten Thema geht es um Nachtoderfahrungen, das sind Erlebnisse, die Angehörige haben können, die jemanden Nahestehenden verloren haben aber auf eine besondere Weise mit ihm noch in Verbindung stehen. Viele, denen das geschieht, sprechen wenig darüber, weil es sich auch hierbei immer noch um ein Tabuthema handelt. Sie haben Angst, dass ihre Erlebnisse belächelt und als Symptome überhöhter Trauer abgetan werden. Einen erklärenden, aufschlussreichen und berührenden Text darüber von Christian von Kamp habe ich auf meinem Blog veröffentlicht. Mehr darüber könnt Ihr hier lesen: Trauerbegleiterblog

Trauerperle

Leider erleben viele Menschen, wenn sie einen geliebten Menschen verlieren, dass es in unserer Gesellschaft immer noch nicht einfach ist, seine Trauer auch nach Außen zu zeigen.

Angelika Kaddikführt in Potsdam seit Jahren eine psychotherapeutische Praxis, in der es auch immer wieder um Tod und Trauer geht. Als sie 2010 selbst einen geliebten Menschen verliert, merkt sie, wie schwierig es ist, ihre Gefühle mit dem Tabuthema Trauer nach Außen zu zeigen. Wie einige Betroffene, nimmt sie sich dieser Schwierigkeit an und entwickelt ihren eigenen Umgang damit und kreiert: die Trauerperle. Dieses Symbol signalisiert für andere: Ich bin in Trauer. Sie drückt Anteilnahme, Liebe und Mitgefühl aus. Inzwischen hat sie schon viele Perlen verkauft und bekommt berührende Rückmeldungen von ihren Kundinnen und Kunden. Diese spüren die Wirkung, die die Perle, am Revers getragen, auf sie selbst und andere hat. Durch dieses zarte Zeichen der Trauer hat das Umfeld die Möglichkeit, den Trauerperlenträger auf den Verlust anzusprechen. So ergeben sich verbindende und teilnahmevolle Gespräche, die eine heilsame Wirkung haben können. Angelika Kaddik schreibt gerade an einem Buch darüber, das im Herbst zusammen mit der Trauerperle veröffentlicht werden soll. Ich fände es schön, wenn das Tragen einer Trauerperle als Symbol für Menschen, die in Trauer sind, zu einer Selbstverständlichkeit werden könnte. Mehr darüber unter: www.trauerperle.de

Lesung

Autorenlesung im CAFÉ K am Georg-Kolbe-Museum aus dem Buch von Dorothea Stockmar: „ANKER, KUH und KOMPASS

Wenn aus Trauersymbolen Hoffnungssymbole werden“ 2012, MEDU Verlag

Donnerstag, 07. März 2013 um 19.30 Uhr

Dorothea Stockmar, hat ihre ungewöhnlichen Erfahrungen auf ihre ganz eigene Art Trauernden zugänglich gemacht. Als ausgebildete und aktive Sterbe- und Trauerbegleiterin verlor sie selbst ihren Sohn Cajus durch ein Zugunglück. Seitdem erschienen von ihr „Ein Netz, das trägt. Gelebte Trauer in Briefen, Bildern und Texten...“, 2010, und 2011 in Zusammenarbeit mit der Psychotherapeutin J. Grodhues: „Wie eine Welle vom anderen Ufer. Nach-Tod-Begegnungen zwischen Kunst und Psychotherapie“. Wer ihr auf ihren Wegen in die Tiefe folgen kann, mit der sie ihre Trauer auslotet, wird dadurch mehr als bereichert.

www.stockmar-kunst.de

Musikalisch begleitet wird die Lesung vom Gesangsduo „MEYSTERSINGER“, bestehend aus Luci van Org (mit Lucilectric ehemaliges Mädchen der Nation und Schirmfrau des Bundesverbandes Verwaiste Eltern in Deutschland e.V.) und dem aus vielen TV- und Kinoproduktionen bekannten Schauspieler und Sänger Roman Shamov.

Mit ihren beiden Drei-Oktaven Stimmen singen sich die „MEYSTERSINGER“ nun schon seit zwei Jahren überall in Deutschland in unzählige Herzen und Seelen. Der Name ihres Debutalbums „TROST“ ist dabei Programm.

Eintritt: Wie es Ihnen gefällt! RESERVIERUNG ERFORDERLICH!

Sensburger Allee 26, 14055 Berlin-Westend am Georg-Kolbe-Museum

direkt am S-Bhf-Heerstraße

Telefon: 030 308 122 75 (Anrufbeantworter)

.(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen), http://www.cafe-k.com

Berlinale – „Projekt Gold“

Am 15. Februar wurde zum ersten Mal Projekt Gold auf der Berlinale präsentiert. Dieser Film dokumentiert den Alltag von drei behinderten Athleten aus Deutschland, Kenia und Australien vor den Londoner Spielen.

Der Film werde unter die Haut gehen, verspricht Regisseur Andreas Schneider, der selbst im Rollstuhl sitzt. 18 Monate lang sind die Kameraleute Kirsten Bruhn gefolgt, haben sie beim Anziehen, beim Training, im Kreise der Familie gefilmt. Teilweise klingelten sie schon morgens um sieben Uhr. Es war "mentaler und optischer Striptease", sagt sie. Bruhn fühlte sich zwar geehrt, doch manchmal ertappte sie sich bei dem Gedanken: "Warum habe ich mir das bloß angetan?" Kirsten Bruhn ist querschnittsgelähmt und hat bei den Paralympischen Spielen bereits drei Mal Gold erschwommen.

Wer mehr darüber wissen möchte, findet hier ihren Auftritt bei Tietjen und Hirschhausen: Kirsten Bruhn

Für mich sind solche Schicksale und der Umgang damit immer wieder sehr beeindruckend und berührend. Krisen können einen wachsen lassen und neue Möglichkeiten eröffnen. Das Motto dieses Films ist: Du kannst mehr als Du denkst.

Unter www.du-bist-gold.de findet Ihr den Trailer zum Film und auch einen kurzen Bericht über die Premiere auf der Berlinale bei der auch Bundespräsident Gauck zugegen war.

Eure                                                                                                                    Berlin, 23. Februar 2013

Eva Terhorst

Ausblick

Die Themenanregungen Nachtoderfahrungen und Trauerperle habe ich in diesem Begleitbrief umgesetzt. Im nächsten Begleitbrief nehme ich mich dem Schwerpunkt Geschwistertrauer und Kinderhospizarbeit an. Eure Vorschläge sind ganz wertvoll für mich und ich hoffe sehr, dass mich noch mehr Feedbacks erreichen!

Auf meinem Blogund meiner Facebook-Seitegibt es in der Zeit bis zum nächsten Begleitbrief immer wieder Tipps, Anregungen und Links. Auf meiner Homepage: www.trauerbegleiter.org/Inhalt/Newsletter bzw. unter Begleitbrief findet Ihr die vorangegangenen Ausgaben des Begleitbriefs mit vielen Hilfestellungen für Trauer und Krisen. Dort werden Bücher, Filme, Bachblüten, Schüßler Salze und andere unterstützende Methoden vorgestellt.

Wer den Begleitbrief nicht mehr erhalten möchte, schickt mir bitte eine E-Mail an: .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen). Wer ihn aber weiterleiten oder mir andere Mailadressen für meinen Verteiler zukommen lassen möchte, ist dazu herzlich eingeladen.

Denkanstoß 2 von Hannah und David Roth 25.02.2013

 

Nun ist es über zwei Monate her, dass unser Vater Fritz Roth gestorben ist. Die, die ihn persönlich kannten, wissen, dass er mit Leib und Seele Bestatter war. Er hat seinen Beruf mit großer Leidenschaft ausgeübt und liebte es, mit Menschen zusammen zu sein und helfen zu können.

Die Trauerfeier am 29.12.2012 war für unsere Familie und alle Mitarbeiter ein sehr berührender und Mut machender Moment. Die überwältigende Anteilahme hat uns sehr gut getan.

Das von Fritz Roth gegründete Haus der menschlichen Begleitung und die Gärten der Bestattung werden von uns weitergeführt. Ich leite das Bestattungshaus Pütz-Roth jetzt gemeinsam mit meiner Schwester Hanna, die aus dem Mutterschutz zurück ist. Genau im richtigen Moment, denn auch meine Familie hat noch einmal Zuwachs bekommen. Ich bin am 8. Februar wieder Vater geworden. Luca kam mit 47 cm und 2500 gr. knapp 7 Wochen früher als erwartet zur Welt.

Meine Schwester und ich sind gleichberechtige Geschäftsführer der Pütz-Roth Bestattungen und Trauerbegleitung oHG. Auch die Denkanstöße werden in Zukunft von uns beiden zusammen verfasst.  
Denkanstoß 2 - Wir trauern
Es gibt bei uns im Haus der menschlichen Begleitung viele Plätze, die uns an unseren Vater erinnern. Er hat das Haus aufgebaut, die Kunst, die hier überall zu sehen ist, hat er ausgesucht. Er hat die Räume im „Landhotel der Seele“, wie er unser Bestattungshaus getauft hat, eingerichtet. Unser Vater hat viele seiner Träume hier verwirklicht. 
Im Moment überwiegt die Traurigkeit, dass er eben nicht mal eben in eine Besprechung herein rauscht, eine Idee durch die Luft sirren lässt und uns mit seiner Begeisterung mitreißt.

Die Trauerphase des Nicht-Wahrhaben-Wollens liegt hinter uns. Da wir die Diagnose Leberkrebs kannten und Fritz nie verheimlicht hat, wie schnell der Krebs seinen Körper zerstörte, haben wir uns innerlich auf sein Sterben vorbereiten können. Sein Mut und seine Offenheit haben uns sehr geholfen, mit dieser schweren Situation umzugehen.

Natürlich gab es auch in unserer Familie Konflikte. Unser Vater hat auf dem Sterbebett noch einmal das Gespräch mit uns gesucht und konnte zeigen, wie sehr er uns geliebt hat, auch wenn natürlich in seinem Leben der Beruf, und damit im wahrsten Sinne des Wortes seine Berufung, häufig eine größere Rolle spielte als seine Familie.

Im Moment durchleben wir eine Phase aufbrechender Emotionen. Natürlich ist da zunächst Trauer. Aber es kommt auch Wut hoch, eben Wut auf den Vater, der oft nicht da war. Und dann gibt es wieder Momente voller Glück, wenn wir Menschen begegnen, die uns mit ihrer warmherzigen Anteilnahme und liebevollen Zuwendung einfach nur sprachlos machen. Trauer braucht Gemeinschaft. Allein dass über 2500 Menschen zu seiner Trauerfeier gekommen sind, war für uns ein wunderbares Zeichnen, dass unser Vater Spuren nicht nur in unseren Herzen, sondern auch in den Herzen vieler anderer Menschen, hinterlassen hat. Auch aus der Bestattungsbranche, mit der Fritz ja bekanntlich häufiger mal auf Kriegsfuß stand, erreichen uns berührende Zeichen der Anteilnahme, aber auch des Respekts. Viele Kolleginnen und Kollegen erkennen an, dass Fritz Roth, auch wenn er seinen Berufsstand oft kritisiert hat, viel für das Ansehen und die Weiterentwicklung der Branche getan hat.

Im Haus der menschlichen Begleitung wird es auch in diesem Jahr Konzerte, Lesungen und Vorträge geben. Wir hatten sehr viel Freude daran, das Jahresprogramm 2013 zu planen und freuen uns, dass wir es in den nächsten Tagen an Sie verschicken können. 

So gibt es auch in der Trauer immer wieder schöne Momente. 
Trauer braucht Zeit. Es werden noch Monate vergehen, bis unser Vater für uns zu einem inneren Begleiter geworden ist, bis wir nicht mehr in unserem Büro sitzen und das Gefühl haben, gleich kommt er die Auffahrt heraufgefahren, steigt mit dem Telefon am Ohr aus, lacht uns am Fenster zu und signalisiert, ich hab' da so eine Idee, die wir sofort umsetzen müssen. 

Herzlichst,
Hanna Roth und David Roth 
 
Kunstausstellung "Pas de deux ins Jenseits - 
Totentänze aus der Sammlung Fritz Roth"
Vom 24. Februar bis 16. Juni wird ein Teil der umfangreichen Kunstsammlung von Fritz Roth erstmals öffentlich zugänglich gemacht: Ausstellung mit interessantem Rahmenprogramm in der Städtischen Galerie Villa Zanders in Bergisch Gladbach.

Mehr zu dieser Ausstellung und zu dem Rahmenprogramm finden Sie hier:
/downloads/6553/6559/6714/Totentaenze_VillaZanders.pdf 

 
"Meine Reise ins Leben" - Eine Reise für Trauernde
Wir freuen uns, Ihnen unseren nächsten Reisetermin bekanntgeben zu können:
Vom 7. bis 14. April 2013 bieten wir zusammen mit dem Reiseveranstalter TUI diese Reise nach Teneriffa an.

Mehr über Reiseziel und Inhalt dieser Reise finden Sie unser: 
http://www.reiseinsleben.de/reiseangebote/teneriffa/hotel/ 

 

Weitere Termine zu Vorträgen, Seminaren und Veranstaltungen in unserem Hause finden Sie unter:
/Alle-Termine.aspx 

PÜTZ-ROTH
Bestattungen und Trauerbegleitung oHG
Kürtener Straße 10
51465 Bergisch Gladbach
Telefon: 02202-93580
Telefax: 02202-37123
Email David Roth: .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen)
Email Hanna Roth: .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen)   
Internet:                 
www.youtube.com/PuetzRoth 
  
USt.-ID-Nr.: DE 122081062, Amtsgericht Köln - HRA 19448 
  
Möchten Sie in Zukunft keine Informationen mehr von uns bekommen, dann lassen Sie uns dies wissen, damit wir Sie aus unserem Verteiler nehmen können. Sollten Sie noch Menschen kennen, die auch Interesse an unseren Informationen haben könnten, so teilen Sie uns bitte deren Adresse/E-Mail-Adresse mit. 

Lesung am 3. März 2013 Dorothea Stockmar: Anker, Kuh und Kompass 17.02.2013

 

Lesung

Autorenlesung im CAFÉ K aus dem Buch von Dorothea Stockmar:

„ANKER, KUH und KOMPASS

Wenn aus Trauersymbolen Hoffnungssymbole werden“ 2012, MEDU Verlag

Donnerstag, 07. März 2013 um 19.30 Uhr

 

Dorothea Stockmar, hat ihre ungewöhnlichen Erfahrungen auf ihre ganz eigene Art

Trauernden zugänglich gemacht. Als ausgebildete und aktive Sterbe‐ und

Trauerbegleiterin verlor sie selbst ihren Sohn Cajus durch ein Zugunglück. Seitdem

erschienen von ihr „Ein Netz, das trägt. Gelebte Trauer in Briefen, Bildern und

Texten...“, 2010, und 2011 in Zusammenarbeit mit der Psychotherapeutin J. Grodhues:

„Wie eine Welle vom anderen Ufer. Nach‐Tod‐Begegnungen zwischen Kunst und

Psychotherapie“. Wer ihr auf ihren Wegen in die Tiefe folgen kann, mit der sie ihre

Trauer auslotet, wird dadurch mehr als bereichert.

www.stockmar‐kunst.de

 

Musikalisch begleitet wird die Lesung vom Gesangsduo ʺMEYSTERSINGERʺ, bestehend aus Luci van Org (mit ʺLucilectricʺ ehemaliges ʺMädchen der Nationʺ und Schirmfrau des Bundesverbandes Verwaiste Eltern in Deutschland e.V.) und dem aus vielen TV‐ und Kinoproduktionen bekannten Schauspieler und Sänger Roman Shamov.

Mit ihren zweimal gleich drei vollen Oktaven Stimme singen sich die ʺMEYSTERSINGERʺ nun schon seit zwei Jahren überall in Deutschland in unzählige Herzen und Seelen. Der Name ihres Debutalbums ʺTROSTʺ ist dabei Programm.

Eintritt: Wie es Ihnen gefällt! RESERVIERUNG ERFORDERLICH!

Sensburger Allee 26, 14055 Berlin‐ Westend am Georg‐Kolbe‐Museum

direkt am S‐Bhf‐Heerstraße

Telefon: 030 ‐ 308 122 75 (Anrufbeantworter)

info@cafe‐k.com

 www.cafe‐ k.com

Zeit online Psychologie: Wer trauert, darf auch lachen 01.02.2013

PSYCHOLOGIE

Wer einen geliebten Menschen verliert, fühlt nicht nur Kummer. Lachen und Heiterkeit sind wichtige Mechanismen, um seelisch wieder stabil zu werden, sagen Trauerforscher.

VON: Arnd Zickgraf

18.01.2013 - 14:06 Uhr

Ihre Mutter nahm sich das Leben, als sie 15 war. Ihr Freund starb vor sechs Jahren an einer schweren Krankheit. Todesfälle haben Eva TerhorstsLeben durchgerüttelt. Man könnte meinen, sie sei verbittert. Doch wer mit ihr spricht, lernt eine lebenslustige Frau kennen, die gerne lacht. "Ich bin ein Stehaufmännchen", sagt sie.

Terhorst hat die Trauer zum Teil ihres Berufs gemacht: Sie ist Trauerbegleiterin. Ihren Rat suchen verzweifelte Menschen, die den Partner verloren haben, nicht selten durch Suizid. Viele melden sich erst Wochen oder Monate nach dem Verlust. Dann, wenn sie schlaflos geworden sind, körperliche Schmerzen haben, keinen Sinn mehr im Leben sehen oder die Sehnsucht nach den Toten übermächtig geworden ist.

Als die Menschen noch häufiger in größeren Familien lebten, nahmen wenige professionelle Begleitung in Anspruch. Heute ist das anders. Vielleicht, weil das moderne Leben wenig Zeit und Raum für die Auseinandersetzung mit dem Tod bereithält. Vielleicht auch, weil die Akzeptanz, sich bei seelischen Problemen helfen zu lassen, gewachsen ist. Für viele nimmt heute ein konfessionsunabhängiger Trauerbegleiter die Rolle ein, die früher meist kirchliche Seelsorger ausfüllten.

Terhorst organisiert Gruppentreffen, bei denen sich Hinterbliebene austauschen können. Diese Zusammenkünfte seien eine Erleichterung, sagt sie. "Emotional geht es da hoch und runter."

Kummer und Lachen – die zwei Gesichter der Trauer

Wechselbäder der Gefühle hätten Theoretiker der Trauer früher als krankhaft angesehen. Sigmund Freud, Verena Kast und John Bowlby gingen davon aus, dass Hinterbliebenen Spätfolgen wie Depressionen drohten, wenn sie ihre Trauer nicht verarbeiteten. Heiterkeit und Optimismus in der Trauer deutete John Bowlby etwa als "verräterische Zeichen" dafür, dass das psychische Gleichgewicht des Hinterbliebenen gestört ist.

Dem widerspricht die neuere Forschung: "Positive Gefühle können mehr als nur anzeigen, dass wir uns gut fühlen, und sie kommen in nahezu jeder Lebenslage vor, selbst in so schwierigen Situationen wie der Trauer", schreibt der Pionier der empirischen Trauerforschung, John Bonanno, in seinem 2012 erschienenen Buch Die andere Seite der Trauer. Die meisten Menschen besitzen ihm zufolge eine natürliche Fähigkeit, Verluste zu überwinden und nach dem Tod geliebter Menschen wieder aufzublühen.

Kummer und Lachen sind laut Bonanno spontane und natürliche Reaktionen auf einen Verlust. Seine Forschungen zeigen, dass die meisten Hinterbliebenen sogar lachen können, wenn sie über Verstorbene reden. Das echte Lächeln, das sogenannte Duchenne-Lächeln, ist ebenfalls unter Trauernden zu beobachten. In einer Studie an Witwen und Witwern stellte der Forscher fest, dass es sogar bei der psychischen Genesung hilft: Die Probanden seiner Studien, die während der ersten Monate nach dem Tod ihres Lebenspartners lachten, waren während der ersten beiden Jahre der Trauer psychisch gesünder als die anderen.

Der Grund: Lächeln und Lachen gewähren den Hinterbliebenen eine Pause von der Trauer. Zudem wecken die Betroffenen bei anderen Menschen weniger Frust, wenn sie lächelnd über ihren Verlust sprechen können. Das klingt makaber – doch es schafft eine Brücke, dort, wo Außenstehende mit der Not des Betroffenen überfordert sind. "Wenn eine Person leidet, erfüllt der Schmerz den ganzen Raum und greift auf uns über", sagt Bonanno. Lachen angesichts des Todes helfe, am gesellschaftlichen Leben weiter teilzunehmen, Freunde und Bekannte zu behalten, und psychisch und physisch stabil zu bleiben.

Trauer verläuft in Wellenbewegungen. Nur dann ist sie erträglich, heißt ein allgemeiner Grundsatz in der Trauerforschung. In den ersten Tagen und Wochen schlagen die Wellen des Schmerzes hoch und flachen im Laufe von Monaten ab. Trauernde richten ihr Augenmerk auf den Schmerz des Verlustes, seine Tragweite und Bedeutung und wenden sich dann wieder ihrem Lebensumfeld zu, den anderen Menschen, den Vorgängen in der Gegenwart. Vorübergehend hellt sich die Stimmung auf. Dann tauchen Hinterbliebene erneut ab und die Trauer setzt sich fort.

Kummer ist nur eine "kurzfristige Lösung"

Kürzlich hat eine Studentin Eva Terhorsts Hilfe gesucht, deren Vater überraschend gestorben war. "Nach der dritten und letzten Sitzung lagen wir am Boden vor Lachen" erzählt Terhorst. "Und als der Damm gebrochen war, kam die Trauer ins Fließen." Ein anderes Mal war sie mit einer Trauergruppe im Yorkschlösschen, einer Kneipe in Berlin-Kreuzberg. Erst hat sich die Gruppe ruhig unterhalten. "Später haben wir laut gelacht", sagt Terhorst. "Trauer ist vielschichtig und ungeheuer lebendig."

Kummer ist dennoch ein wichtiger Überlebensmechanismus. Er ist aber nur als "kurzfristige Lösung" der Natur vorgesehen. Er verschafft den Trauernden eine "erzwungene Auszeit", indem er das biologische System drosselt. So kann sich der Trauernde zurückziehen, die Aufmerksamkeit nach innen wenden und sich an den Verlust gewöhnen. Das Mienenspiel der Trauer, etwa ein langes Gesicht, hat eine starke Signalwirkung auf die Umwelt. Es ist ein Mittel, um Sympathie, Verständnis und Hilfsbereitschaft bei anderen Menschen zu wecken.

Begleitbrief Januar 2013 19.01.2013

 

Ihr Lieben,

das neue Jahr hat begonnen. Gerade bei denjenigen, die im letzten Jahr eine geliebte Person verloren haben, steht, wie für alle anderen, mit dem Jahreswechsel ein Neubeginn an. Besonders schwierig kann dieser Schritt deshalb erscheinen, weil die Sorge überhand nehmen kann, sich dadurch noch weiter von der geliebten Person zu entfernen. Für manche würde das einem Verrat gleich kommen.

In der aktuellen Trauerforschung bedient man sich daher nicht mehr dem Vier-Phasen-Modell nach Verena Kast, an dessen Ende das „Loslassen“ steht. Heute geht es in der Trauerarbeit darum, die Beziehung zur verlorenen Person auf eine neue Weise weiter zu führen. Auch dieser Prozess benötigt viel Zeit und Bewusstheit. Betroffene fragen zu Recht: Wie soll ich das denn machen?

Buchempfehlung

Einer der Vertreter dieses neuen Ansatzes ist Roland Kachler. In seinem Buch: „Meine Trauer wird Dich finden“, erklärt er diesen Prozess und gibt viele Anregungen und Hilfestellungen für die Umsetzung. Meinen Klienten empfehle ich dieses Buch als Ergänzung zu meiner Trauerbegleiterarbeit und habe dafür bisher durchweg positive Rückmeldungen erhalten.

Kachler selbst ist Psychologe und arbeitete schon viele Jahre in der Trauerbegleitung mit dem Vier-Phasen-Modell, bis sein Sohn im Teenageralter bei einem Unfall verstarb. Dieses unglaublich einschneidende Erlebnis veränderte alles – auch seine Arbeit. Er begriff, dass „Loslassen“ für den Trauernden keine Alternative, geschweige denn einen heilsamen Weg darstellt. In seinem Herzen fand er einen „sicheren Ort“ für seinen Sohn. Von dort aus kann er seine Liebe für ihn weiter leben.

Ich habe Herrn Kachler letztes Jahr in einem seiner Seminare kennen gelernt und ihn als sehr einfühlsamen und authentischen Menschen und Therapeuten erlebt. Seine Bücher und seine Arbeit helfen vielen Trauernden auf ihrem Weg.

Lesung und Buchempfehlung

Gestern war ich bei der Lesung meiner Freundin Dorothea Stockmar. Sie las aus ihrem Buch „Ein Netz, das trägt“

Die Trauerbegleiterin und Malerin erlebt den Albtraum aller Eltern:

Ihr 17jähriger Sohn verunglückt im November 2008 tödlich. Im Schreiben und Malen sucht sie nach Wegen, ihre Gefühle zu verarbeiten. Sie sammelt Briefe und E-Mails, die sie, ihren Mann und ihre beiden erwachsenen Töchter in den ersten 271 Tagen nach dem Unglück erreichen. Es entsteht ein Netz, das trägt.

Dorothea kam nach der Lesung zu mir und sagte, ihr wäre aufgefallen, dass ich ein Mal geweint hätte. Eingestehen musste ich aber, dass es mir an mindestens drei oder vier Stellen die Tränen in die Augen getrieben hatte. So sehr berührt mich ihre Geschichte und ihr mutiger Umgang damit.

An Dorothea bewundere ich, wie sie ihrer Trauer durch ihr Malen, Schreiben und Lesen Ausdruck verleiht. Sie ist so intensiv, unerbittlich stark und zerbrechlich zugleich, dass ich mich vor ihr verneigen und sie gleichzeitig ganz fest in den Arm nehmen möchte. Das Bild, das auch auf dem Cover ihres neuesten Buches zu sehen ist, steht in meiner Praxis. So ist ihr Sohn Cajus nun auch dort immer präsent, obwohl ich ihn gar nicht gekannt habe.

Im Buch Anker, Kuh und Kompass geht es um die Ebene des Erlebens und Fühlens. Dort entdeckt Dorothea kreative, gestalterische Möglichkeiten, die dazu einladen, sich aktiv mit Trauer auseinanderzusetzen. Sie betrachtet Trauer unter verschiedenen Gesichtspunkten und weist ihr in Kapiteln wie Im Haus der Trauer , Im Kleid der Trauer , Ein Koffer für die Trauer oder Traum und Trauer einen Platz zu, den die Trauer so lange einnehmen wird, bis sich Trauersymbole in Hoffungssymbole verwandeln und die Botschaft der Trauer erkannt werden kann.

Dorotheas kreativer Weg bestätigt mich sehr stark in meiner Entscheidung, meine Klienten dazu zu ermuntern, in ihrer Trauer auf ihre kreativen Seiten zu stoßen und diese Kraft als Begleiter auf ihrem Weg, der alles verändert, zu nutzen. Mehr über diese wunderbare Frau findet Ihr unter: http://www.stockmar-kunst.de

Heilstein

Dieses Mal gerät der Amethyst hier in den Fokus. Er gehört zu meinen Lieblingssteinen. Schaut man nach, wozu er gut ist und wobei er hilft, entpuppt er sich als Tausendsassa. In diesem Zusammenhang empfehle ich ihn besonders als Heilstein für Trauernde und für den Neuanfang gerade zu Beginn des neuen Jahres. Trauernde können ihn in der Hosentasche zur Unterstützung bei sich tragen. Soll er für klarere Träume sorgen, reicht ein Trommelstein unterm Kopfkissen aus.

Lebenskrisen

Im letzten Begleitbrief habe ich angekündigt, auch über Krisen und Konflikte zu schreiben, denen nicht unbedingt der Tod eines geliebten Menschen voraus geht. Dabei hatte ich eine ganz besondere Person im Auge, von deren größter Krise fast jeder schon gehört hat. Viele von uns haben seinen Unfall live und im Fernsehen erlebt: Samuel Koch bei „Wetten dass ...“.

Der Unfall, Dokumentationen über ihn, seine Interviews , sein Buch „Zwei Leben“ und seine ungebrochene Lebensfreude haben mich sehr berührt. Es ist unausweichlich, für ihn, seine Geschichte und seinen Umgang damit, eine große Bewunderung zu fühlen. Ihn erwähne ich hier, damit uns sein Weg, wie der von vielen vom Schicksal stark getroffenen Menschen, bei unseren eigenen schweren Wegen Mut macht.

In „Zwei Leben“ schreibt er schonungslos nahezu alles auf, was ihn vor und nach dem Unfall prägte und was er erlebte. Manche Details über seine unglaublichen und Monate lang andauernden Schmerzen und Verletzungen zu lesen, ist schwer. Stellt sich doch die Frage: Und das alles, um dann nahezu vollständig gelähmt lebenslang im Rollstuhl zu sitzen? Unfassbar!

Ein Ausschnitt eines Gespräches mit ihm vom 19. Dezember 2012 bei Markus Lanz in dem es über ihn und sein im letzten April erschienenes Buch geht, findet Ihr hier. Dabei wird auch ein Ausschnitt aus dem Film „Zwei beste Freunde“ gezeigt, der aber in diesem Beitrag  leider weggeschnitten ist.

Zeit online: Wer trauert, darf auch lachen

Dieser Artikel entstand Ende letzten Jahres. Der Journalist Arndt Zickgraf rief mich an, da er, wie so viele, im November einen Artikel über Trauer und Trauerforschung schreiben wollte. Bei seiner Suche bemerkte er, dass ihm dabei jemand fehlte, der ganz praktisch und täglich mit der Trauer arbeitet. Ich freue mich, dass er auf mich stieß. Das Ergebnis seiner gründlichen Recherche und von unseren langen Gesprächen findet Ihr hier.

Mich freut ganz besonders, dass das Lachen und seine heilsame Wirkung hier so in den Vordergrund gerückt wird. Im Austausch mit anderen Trauerbegleitern fällt immer wieder auf: hier dürfen die Trauernden lachen, ohne schräg dafür angeschaut zu werden. Ich bin immer wieder sehr dankbar dafür, dass ich diese Arbeit machen darf und mir meine Klienten ganz ungeschützt ihr Vertrauen entgegen bringen.

Eure Eva Terhorst                                                                                           Berlin, 19. Januar 2013

Ausblick

Für die nächste Ausgabe des Begleitbriefs sehne ich mich nach Feedbacks und Anregungen von Euch. Welche Themen möchtet Ihr gerne angesprochen wissen? Was tut Euch gut? Wie wäre z.B. das Thema Nachtod-Erfahrungen? Ein Phänomen, das vielen Trauernden begegnet und dennoch tabuisiert wird. Zeichen aus dem Jenseits. Welche Erfahrungen habt Ihr damit?

Auf meinem Blogund meiner Facebook-Seite gibt es in der Zeit bis zum nächsten Begleitbrief immer wieder Tipps, Anregungen und Links. Auf meiner Homepage: www.trauerbegleiter.org/Inhalt/Newsletter bzw. unter Begleitbrief findet Ihr die vorangegangenen Ausgaben des Begleitbriefs mit vielen Hilfestellungen für Trauer und Krisen, wie Bücher, Filme, Bachblüten, Schüßler Salze und andere unterstützende Methoden.

Zeit online: Wer trauert, darf auch lachen 19.01.2013

 

PSYCHOLOGIEWer trauert, darf auch lachen

Wer einen geliebten Menschen verliert, fühlt nicht nur Kummer. Lachen und Heiterkeit sind wichtige Mechanismen, um seelisch wieder stabil zu werden, sagen Trauerforscher.

Ihre Mutter nahm sich das Leben, als sie 15 war. Ihr Freund starb vor sechs Jahren an einer schweren Krankheit. Todesfälle haben Eva Terhorsts Leben durchgerüttelt. Man könnte meinen, sie sei verbittert. Doch wer mit ihr spricht, lernt eine lebenslustige Frau kennen, die gerne lacht. "Ich bin ein Stehaufmännchen", sagt sie.

Mehr ...

Lesung am 17. Januar 2013 16.01.2013

Lesung aus: "Ein Netz, das trägt" von Dorothea Stockmar

Gelebte Trauer in Briefen, Bildern und Texten einer Trauerbegleiterin nach dem Tod ihres Sohnes

Donnerstag, 17. Januar 2013 um 19.30 Uhr im Cafe K - Kunst unter Kiefern, Sensenburger Allee 26, Berlin-Westend am Georg-Kolbe-Museum

 

Es lesen Katharina Marwede und Dorothea Stockmar im Dialog aus dem Buch von D. Stockmar „Ein Netz, das trägt - Gelebte Trauer in Briefen, Bildern und Texten von einer

Trauerbegleiterin nach dem Tod ihres Sohnes“, erschienen im Santiago Verlag 2010.

Die Trauerbegleiterin und Malerin Dorothea Stockmar erlebt den Albtraum aller Eltern:

Ihr 17jähriger Sohn verunglückt tödlich. Im Schreiben und Malen sucht sie nach Wegen, ihre Gefühle zu verarbeiten. Sie sammelt Briefe und E-Mails, die sie, ihren Mann und ihre beiden erwachsenen Töchter in den ersten 271 Tagen nach dem Unglück erreichen. Es entsteht ein Netz das trägt.

Im gleichen Zeitraum verstirbt Katharina Marwedes Vater. Obwohl es eine völlig andere Situation ist, wenn ein Mensch im hohen Alter das Zeitliche segnet, so sind doch Verlust und Trauer gegenwärtig. Katharina Marwede und Dorothea Stockmar nehmen den Zuhörer mit auf einen Weg, auf dem Trauer als Wandlung erlebt werden kann.

Lesung am 5. November 2012, 18 Uhr im Quartiersmanagement, Rostocker Str. 3, 10553 Berlin 29.10.2012

Dorothea Stockmar liest aus ihrem Buch: "Anker, Kuh und Kompass - wenn aus Trauersymbolen Hoffnungssymbole werden"

 

„Trauer ist die Antwort unserer Seele auf einen tief empfundenen Verlust. Trauer schmerzt und doch ist es wichtig, dass sie wahrgenommen und durchlebt wird, damit die Seele den Verlust bewältigen und eine neue Balance finden kann. Aber was tun, wenn die Trauer den Verstand übersteigt und die Begriffe sprengt? Wie von Erschütterung und Verzweiflung erzählen, wenn die Trauer sprachlos macht?

Die im Buch beschriebene Symbolik vermittelt eine Ahnung von den unzähligen Gefühlsschattierungen der Trauer. Ob Anker, Kuh oder Kompass – irgendetwas aus dem alltäglichen Leben kann plötzlich bedeutsam werden, da es das persönliche Befinden genau widerspiegelt. Symbole können die Trauer greifbar machen, sie stiften Halt, können den Weg durch die Trauer weisen und Hoffnung vermitteln.“ Dr. Kerstin Volland

Trauerbegleiterin Dorothea Stockmar begegnet der Trauer auf der Ebene des Erlebens und Fühlens. Dort entdeckt sie kreative, gestalterische Möglichkeiten, die dazu einladen, sich aktiv mit Trauer auseinanderzusetzen. Sie betrachtet Trauer unter verschiedenen Gesichtspunkten und weist ihr in Kapiteln wie ‚Im Haus der Trauer’, ‚Im Kleid der Trauer’, ‚Ein Koffer für die Trauer’ oder ‚Traum und Trauer’ einen Platz zu – einen Platz, den die Trauer so lange einnehmen wird, bis sich Trauersymbole in Hoffungssymbole verwandeln und die ‚Botschaft der Trauer’ erkannt werden kann.

Das Buch richtet sich an Trauernde genauso wie an Menschen, die Trauernde begleiten.

Yoga und Trauer 24.06.2012

*Yoga & Trauer* Workshop

Samstag, 29. September 2012, 10.00 - 13.00 Uhr, in Berlin

Kraft, Vertrauen & Liebe schöpfen

Wer einen geliebten Menschen in seinem Leben verabschieden musste, weiß, wie zerreißend die Momente der Trauer in ihrer Boden- und Hilflosigkeit sein können.

Dabei spielt es keine Rolle, ob der Abschied kürzlich oder schon einige Zeit zurückliegt: Als Trauernde/r sind diese Momente zu einem Teil des Lebens geworden.

Dieser besondere Workshop ist eine Einladung, einen Umgang mit der Trauer zu entwickeln. Durch das was dem Yoga, dem Atem und der bewussten und achtsamen Körperarbeit so eigen ist, stehen uns so unvergleichliche Werkzeuge zur Verfügung. Diese zu erfahren und zu nutzen führt uns zurück zu unserer inneren Kraft, zu unserem Vertrauen in das Leben, und zu unserem Herzen.

 

Kosten: 35,- € (erm. 30,- €)

Die genaue Adresse wird noch bekannt gegeben. Infos und Anmeldung unter www.trauerbegleiter.org, Tel: 030 399 065 58

 

Melanie Probst

Geboren 1980 in Berlin, verheiratet, Mutter und Yogalehrerin seit 2003 in Mainz, hat selbst vor einigen Jahren ihre Mutter verloren.

2009 schrieb die Diplompädagogin ihre Abschlussarbeit über das Thema „Yoga als ein Konzept zur Trauerbewältigung“.

Aus der Erkenntnis und Erfahrung heraus, dass die Trauer sich im Körper manifestiert, entwickelte sie einen Workshop mit Übungen die den Körper und Geist gezielt stärken und sensibilisieren. Ein aktiver und bewusster Umgang mit der Trauer heißt für sie, selbsttätig „Werkzeuge der Reinigung“ zu schaffen, damit es weitergeht in Richtung „neues Leben“ – in Liebe, Zuversicht und Vertrauen.

Im Yoga Journal 5/12 hat Melanie einen Artikel zum Thema veröffentlicht.

Mehr zu Melanie Probst unter: http://www.yogalanie.de

ntv Wissen: Kindern das Trauern zutrauen 31.05.2012

 

Wenn Oma stirbtKindern das Trauern zutrauen

von Jana Nikolin

Erkrankt der Onkel, stirbt der Großvater oder gar ein Elternteil, sind Erwachsene oft verunsichert, wie sie sich in Bezug auf ihre Kinder verhalten sollen. Beschäftigt mit ihrer eigenen Trauer, nehmen sie Kinder manchmal gar nicht als aktive Trauernde wahr oder versuchen sie so gut wie möglich abzuschotten. Dabei können Kinder trauern – und ihre Trauererfahrungen in der Kindheit legen den Grundstein dafür, wie sie in Zukunft mit einem Verlust umgehen. 

mehr: http://www.n-tv.de/wissen/Kindern-das-Trauern-zutrauen-article6135501.html

“Suizid ist eine ganz diffizile Sache” Interview mit Berliner Schulpsychologen 31.05.2012

Angriffe mit Scheren in der ersten Klasse, Fußtritte gegen LehrerInnen, Mobbing: Ein Schulpsychologe berichtet von seinem ArbeitsalltagINTERVIEW: BARBARA BOLLWAHN

 

http://www.taz.de/Interview-mit-Berliner-Schulpsychologen/!94329/

Buchtipp: “Nathalie küsst” von David Foenkinos 29.05.2012

 

Ich habe das Buch gestern zu Ende gelesen und es sehr gemocht. Nathalie verliert ihren geliebten Mann durch einen Autounfall. Nach jahrelanger Trauer öffnet sie ihr Herz wieder für eine neue Liebe.

Hier geht es zur Buchbesprechung von Deutschlandradio: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt/1766926/

Der Filmstart war am 12. April 2012. In der Rolle der Nathalie: Amelie-Darstellerin Audrey Tautou.

Buchbesprechung: “17 Jahre wir - Heike ist gegangen” 12.03.2012

 

Trauern bedeutet lieben

„17 Jahre wir“ ein Buch von Martin Kreuels über den Tod seiner Frau, den Verarbeitungsprozess und die Liebe, die bleibt

Was kann helfen, wenn man um die geliebte Frau trauert? Wie verarbeitet man den brennenden Schmerz des unwiederbringlichen Verlustes und die Angst vor dem Alleine sein? Wie funktioniert man weiter, weil die Kinder, die ihre Mutter verloren haben, wenigstens einen Vater brauchen?

Der Austausch mit anderen Betroffenen könnte helfen. Wie haben sie alles erlebt, überlebt und vielleicht sogar verarbeitet? Auf die Schnelle jemanden zu finden, ist da nicht einfach. Martin Kreuels macht sich alternativ auf die Suche nach Büchern von Männern, die ihre Partnerin – ihre große Liebe – verloren haben und nun mit den Kindern alleine zurück geblieben sind. Er findet keine.

Schon während der langen und beschwerlichen Krankheit seiner Frau Heike, beginnt er seine Gefühle und Wahrnehmungen aufzuschreiben. Er schreibt, manchmal um nicht den Verstand zu verlieren, manchmal einfach, um die Dinge aus dem Kopf zu bekommen oder nur, um sich zu spüren, zu merken, dass das was ihm und seiner Familie passiert, real ist, kein Traum sondern echt, dieser unglaubliche nicht auszuhaltende Schmerz ist nachvollziehbar und berechtigt.

Schreiben hilft Martin und so beginnt er nach und nach Heike ein liebevolles Denkmal zu erschaffen und ein wichtiges Andenken für seine Kinder an ihre Mutter greifbar zu machen. Es entsteht ein kleiner Gedichtband „In meiner Trauer“, der nicht nur durch die authentischen Worte spüren lässt, was ihn umtreibt, ihn bewegt. Als Fotograf lässt er auch seine Bilder sprechen. Sie unterstreichen Trauer, Liebe, Sehnsucht, Angst und Verzweiflung – in schwarz weiß, schlicht und stilvoll.

Doch das reicht ihm nicht. Auch die Erlebnisse um die Krebskrankheit von Heike, die den Alltag bestimmt haben, die Reaktionen des Umfeldes und die Fassungslosigkeit über dieses Schicksal lässt er zu Wort kommen. Heike hat trotz der großen Liebe und Verbundenheit zwischen ihnen beiden Dinge, die ihre Seele beschwerten, für sich behalten. Vermutlich um Martin zu schützen und um ihm aus Liebe nur ihr Bestes zu geben. So macht er sich postum auf die Suche nach ihrem Innenleben, findet ihre Tagebücher, von denen er nichts wusste und gewinnt so noch tiefere Einblicke in die Gefühlswelt seiner über alles geliebten Frau.

Unverstellt und klar schreibt Martin Kreuels nieder was ihn von all dem erreicht, was er versteht und welche Fragen offen bleiben. Er schreibt aber auch über seine Hilflosigkeit und über die Vorwürfe, die er sich macht. All das kann nichts ändern an der großen und tiefen Liebe, die diesen beiden Menschen vor 17 Jahren geschenkt wurde, auch wenn er sich nun auf den Weg macht, sein Leben schweren Herzens weiter zu führen und sich wieder für Neues zu öffnen.

Nachzulesen ist das in Martin Kreuels Buch: „17 Jahre wir – Heike ist gegangen“ Liebevolle und ehrliche Worte unterstrichen durch seine ausdrucksstarken Fotos auf glänzendem Papier von einem tief berührenden Schicksal, das viele Menschen durchleben müssen. Beide Bücher zu bestellen bei Amazon. Mehr über Martin Kreuels: www.fotografie-kreuels.de

Eva Terhorst, .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen), Tel: 030 399 065 58, http://www.trauerbegleiter.org

Equal Pay Day - 23% Rabatt für alle Frauen! 29.02.2012

 

Am 23. März 2012 haben die Frauen ebenso viel für die gleiche Arbeit verdient wie die Männer bereits am 31.12.2011.

Daher gewähre ich für alle Frauen, die für den 23. März oder am 23. März einen Termin vereinbaren einen Rabatt von 23%.

Lesen Sie mehr über den Equal-Pay-Day und die Unternehmen, die sich daran beteiligen unter: www.23-prozent.de

Neue Trauergruppe mit dem Schwerpunkt Verlust des Lebenspartners 10.02.2012

Ab Montag, 20. Februar 2012, in der Zeit von 13 - 15 Uhr in der Wundtstraße 4 in Charlottenburg beginnt eine neue Trauergruppe mit dem Schwerpunkt Verlust des Lebenspartners.

Bei Interesse bitte ich um telefonische Rücksprache unter 030 399 065 58.

Kino Tipp 20.01.2012

Tage die bleiben Kinostart 26.01.2012

Ein Film, der nachdenklich macht, berührt und einen dennoch zum Lachen bringt. Eine Familie merkt durch den Unfalltod ihrer Mutter, wie wenig sie sich bisher füreinander interessiert haben.

Hier geht es zum Link und Trailer: http://www.tagediebleiben.de/

TV Hinweis 13.01.2012

ARD – Das Erste
Mittwoch, 18. Januar 2012, 20.15 Uhr

Fernsehfilm: „Der letzte schöne Tag“
Eine junge Frau und Mutter nimmt sich das Leben. Wie soll es nun für die Familie weitergehen?
Ausführliche Ankündigung unter http://www.daserste.de/filmmittwoch/film.asp?film=2673.

Radio Tipp 13.01.2012

SWR 2/Wissen Radiosendung
Montag, 16. Januar 2012, 8.30 Uhr
Suizidologie: Die neue Wissenschaft vom Suizid  (von Dr. med. Horst Gross, Facharzt und freier Medizinautor)

Für diese Sendung wurde u.a. ein längeres Interview mit AGUS-Mitgliedern geführt.
Der Beitrag ist danach unter http://www.swr.de/swr2/wissen abrufbar.

TV Empfehlung “Dein Schmerz ist auch mein Schmerz” 3SAT, Mittwoch 5. Oktober 2011, 21.50 Uhr 05.10.2011

 

Dein Schmerz ist auch mein Schmerz 
Wenn Angehörige sich das Leben nehmen 
 
Wenn ein geliebter Mensch sich das Leben nimmt, bricht für die Angehörigen eine Welt zusammen. Zur Trauer und der Verzweiflung kommen Schuldgefühle, Scham und oftmals auch Wut. Viele Angehörige leiden jahrelang, und die Frage "warum?" lässt sie nie los.
http://www.3sat.de/page/?source=/sfdrs/157253/index.html

Familien in der Krise, eine besondere Herausforderung 02.05.2011

Berlin im Mai 2011. Krisensituationen fordern uns heraus und bringen uns an unsere Grenzen. Es gibt gesunde Herausforderungen, an denen wir wachsen. Manche Ereignisse stürzen wie eine Flutwelle über uns herein. Sie kommen mit einem Tempo daher, das uns den Atem und auch manchmal vorübergehend den Verstand raubt. 

Der Tod eines Kindes oder des Partners sind solche Ereignisse. Passiert das, kann einem der Boden unter den Füßen weg rutschen, das Familien- und Beziehungsgeflecht gerät ins Wanken oder gar aus den Angeln. Wenn ein Familienmitglied ernsthaft erkrankt, ist die Situation oftmals so angespannt und schwierig, dass Kommunikation untereinander nur sehr erschwert verläuft oder gar nicht mehr stattfindet. Doch gerade jetzt ist es besonders wichtig, in einer guten Verbindung zu bleiben.

Die tödliche Krankheit, die der geliebte Mensch bekommt aufgrund derer er nicht nur ständiger Hilfe bedarf sondern auch der baldige Tod einzubeziehen ist, fordert von allen Beteiligten eine hohe soziale Kompetenz. Der Großteil der Energie und die gesamte Aufmerksamkeit der Familie fließt in die ersehnte Genesung des Erkrankten. Eine angestrengte und anstrengende Suche nach der Wunderlösung beherrscht die Situation. Der Wunsch, die letzten Tage, Wochen und Monate dem Sterbenden so angenehm wie möglich zu machen, haben absolute Priorität. Alles andere rutscht in den Hintergrund. In diesem ungeheuren Stress ist es oft nicht möglich, den Überblick zu behalten. Auch nach dem Tod eines geliebten Menschen, sei er nun plötzlich oder absehbar eingetreten, verschleiert sich der Blick durch Trauer, Sorgen und Stress für die anderen Familienmitglieder. So Vieles muss gleichzeitig in kürzester Zeit bedacht und erledigt werden. Jedes Familienmitglied geht mit der angespannten Situation anders um. Es gibt keine einfache und schnelle Lösung, die allen übergestülpt werden kann. Unter Stress reagieren manche der Betroffenen auch vermeintlich unangemessen und überfordern damit die anderen Beteiligten. Die Not und das dahinter verborgene Bedürfnis der Person müssen erkannt werden, um Verzeihungsarbeit leisten und um wieder eine einvernehmliche Basis herstellen zu können.

Aber gerade in Extremsituationen fehlt uns oft die Möglichkeit, angemessen zu reagieren. Wir haben keine Zeit, neue Handlungsmuster, welche die gesamte Situation mit einbeziehen zu entwickeln. Es geht darum, den Umgang mit Krankheit oder Krise für jeden einzelnen und für die Gesamtheit der Familie oder der Beziehung zu ermöglichen. Somit finden die Betroffenen und Beteiligten mit therapeutischer Unterstützung einen Weg, der die Bedürfnisse aller berücksichtigt. Auf diese Weise kann Heilung ermöglicht und können Kontakt, Kommunikation und Verbundenheit wieder hergestellt werden. Beratung bzw. Coaching können an dieser Stelle sehr hilfreich sein. Die Familienmitglieder oder Partner kommen zu Einzelgesprächen und gemeinsam, um die Situation und den Druck, unter dem alle stehen, zu erleichtern. Handlungs- und Austauschmöglichkeiten werden erarbeitet. So können Alltag, Kommunikation und Gefühle allmählich wieder ins Fließen kommen.  

Mehr unter: http://www.trauerbegleiter.org/inhalt/krisenberatung_fuer_familien_und_paare

Zu solchen Extremsituationen gehören beispielsweise Trennung,  Scheidung, Unfall, Krankheit, Tod, Suizid sowie Gewalt, Mord und sexueller Missbrauch. Keine Frage, dass solche Situationen ungeheuren Druck auf alle Beteiligten ausüben und selbst die gesündesten Familien drohen, auseinander zu brechen.

Kontakt: Eva Terhorst, .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen), Tel: 030 399 065 58, http://www.trauerbegleiter.org

Sunflower Guerillia Days 09.04.2011

Ab Mitte April ist es soweit!

Verschönert Eure Stadt, sät Sonnenblumen!!!! Überall wo Ihr geht und steht! Und so funtionierts!


1. Geht in einen Laden!

2. Kauft Sonnenblumenkerne, oder andere super Blumensamen!

3. Sucht Euch eine hässliche Ecke! (Bushaltestellen, Straßeninseln u.s.w.)

4. Kerne in die Erde drücken, am besten zwei oder drei in kleinem Abstand
    (denn auch Blumen haben gerne Gesellschaft)
5. Angießen. Dafür Wasserflasche dabei haben.
6. Warten
7. Über Sonnenblumen freuen

8. Alle Freunde einladen

9. Ab jetzt bist Du ein Sunflower Guerilla

Kinder trauern anders - Erwachsene auch 04.04.2011

Es gibt einige Modelle, die den Verlauf von Trauer aufzeigen. Dazu gehört auch das Vier-Phasen-Modell von Verena Kast. Sie helfen, Trauer besser zu verstehen und einzuordnen und verdeutlichen den Betroffenen und Angehörigen, was auf sie zukommen kann und welchen Prozessen sie ausgesetzt sind. Das hilft, sich selbst und andere besser zu verstehen, um   unterstützende Maßnahmen ergreifen zu können. Dennoch verläuft Trauer bei jedem anders – ganz besonders bei Kindern.

 
Trauer bei Kindern – was brauchen sie? Je nach Entwicklung und Alter ist es immer wichtig, das zu verarbeitende Ereignis, in der jeweiligen der Alterststufe angemessenen Sprache, auszudrücken. Je jünger ein Kind ist, umso mehr werden bildhafte Vergleiche verwendet. In jeder Entwicklungsstufe eines Kindes ist es aber wichtig, dass dem Kind die Wahrheit gesagt wird. Selbst Suizid sollte nicht als Krankheit oder Unfall vertuscht werden. Beliebt, aber wenig hilfreich sind Vergleiche wie „Oma ist im Himmel“, „Papa schläft für immer“, „Opa liegt auf dem Friedhof“ oder „Mama ist verreist“. Schwierig  bei diesen Beispielen ist, dass sie alle die Wahrheit verschleiern. Die geliebte Person ist verstorben, sie wird nicht mehr aufwachen und auch von keiner Reise mehr zurück kehren. Wenn dann noch die Oma dem Enkel erklärt, der Opa liegt auf dem Friedhof jedoch die Mutter als Ort den Himmel wählt, ist es für das Kind ganz und gar verwirrend. Es realisiert nicht, dass dieser Mensch gestorben ist und auch nicht wo er sich nun befindet, bzw. dass wir zwischen Körper und Seele unterscheiden.
 
Über das Thema Tod gibt es mittlerweile gute Bücher, die mit einfachen Bildern und einfühlsamen Texten Kindern den Tod nachvollziehbarer machen. Wichtig ist es, die Erzieher und Lehrer der Kinder zu informieren, wenn ein nahes Familienmitglied verstorben ist. So kann die womöglich veränderte Stimmungslage des Kindes eingeordnet und darauf eingegangen werden. Kinder brauchen die Wahrheit und Fakten kindgerecht. Sie suchen weniger als Erwachsene das Gespräch. Es ist aber wichtig, dass ihnen signalisiert wird, dass man jederzeit für Fragen und Gespräche offen ist. Kinder kehren schnell zu ihrem Spiel zurück, daher geht ihre Trauer oft unbemerkt unter. Um das zu vermeiden, kann mit ihnen überlegt werden, was sie dem Opa gerne noch mit in den Sarg legen, ob sie eine Kerze gestalten oder einen Brief schreiben möchten. Eine für Eltern schwierige Entscheidung ist oft, das Kind den Leichnam noch einmal sehen zu lassen. Wenn ein Kind diesen Wunsch äußert, sollte diesem unbedingt nachgekommen werden. Das ist wichtig für die Verarbeitung des Todes des geliebten Menschen. Diese Punkte gehören ganz klar zu den Rechten, die Kinder haben und bei denen nicht einfach über ihren Kopf hinweg entschieden werden soll. 
 
Wenn ein Elternteil stirbt, so hinterlässt es beim Kind eine riesige Lücke, die nicht mehr gefüllt werden kann. Liebe, Nähe, Schutz und Zärtlichkeiten fallen oft von heute auf morgen weg. Eine Extremsituation in der Kinder sich zurückziehen oder auch mit Wut und Verzweiflung reagieren. Wichtig ist, über den Verstorbenen zu sprechen, die Einzelheiten des Todes zu klären, ein Fotoalbum anzulegen, Filme zusammen zu schneiden, Geschichten und Erinnerungen an ihn zu sammeln und zu teilen, Rituale aufrecht zu erhalten. Um den Elternteil, der noch lebt und ebenfalls sehr traurig ist, nicht noch zusätzlich zu belasten, tendieren Kinder oftmals dazu, ihre Trauer nicht zu zeigen und sie zu verdrängen. Der trauernde Erwachsene weint ebenfalls nicht vor dem Kind, um dieses ebenso nicht zu belasten. So erscheint Trauer als etwas, das man nicht zeigen darf und die so notwendigen und entlastenden Tränen werden unterdrückt und versiegen. Dass die Freunde der Kinder meistens nicht nachvollziehen können, was ihr Freund, ihre Freundin durchmacht, erschwert die Situation zusätzlich. Daher kann es ausgesprochen hilfreich sein, wenn sie in Kindertrauergruppen auf Gleichaltrige treffen, die Ähnliches zu verarbeiten haben. So wird auch Kindern die Möglichkeit eröffnet, ihren Schmerz angemessen zu verarbeiten und ihre Trauer zu etwas  wandeln, was sie stärker und erfahrener auf ihrem weiteren Lebensweg macht.
 

Mein Kind ist vor mir gestorben 01.03.2011

Trotz der relativ niedrigen Kindersterblichkeit sterben in Deutschland jährlich ca. 13.400 Kinder bis zu ihrem 14. Lebensjahr,  Abtreibungen nicht mitgezählt. Davon sind ca. 2.700 Fälle „Stille Geburten“ (das Kind wird tot geboren), ca. 1.400 Säuglinge sterben in der ersten Woche, ca. 1.900 Kinder schaffen den ersten Monat nicht und ca. 2.900 Kinder versterben noch vor ihrem ersten Geburtstag, ca. 4.500 überleben ihre Kindheit (bis 14 Jahre) nicht. Das sind nur die Zahlen eines Jahres und unseres Landes. Versuchen wir, uns das einmal richtig vorzustellen, lässt es uns erschaudern, um so mehr, wenn wir darüber nachdenken, wie viele „verwaiste Eltern“ es auf der ganzen Welt geben mag. Ganz besonders in Ländern, in denen die Kindersterblichkeitsrate wesentlich höher liegt als bei uns. 
In der Trauerbegleitung bemühen wir uns, Trauer nicht zu vergleichen und nicht den einen Verlust über den anderen zu stellen. Dennoch denke ich, sind wir uns alle einig, dass der Tod eines Kindes für Eltern den größten vorstellbaren Schmerz bedeutet. Für manche ist dieser so groß, dass sie versuchen, ihrem Kind zu folgen, andere finden, wenn überhaupt, erst nach Jahren wieder ins „Leben“ zurück. Oft hängt das auch damit zusammen, dass sie sich nicht nur durch ihr Kind allein gelassen fühlen. Häufig höre ich in Erzählungen von Betroffenen, dass Nachbarn und Bekannte sogar die Straßenseite wechseln – aus Hilflosigkeit und um den Trauernden nicht in ihrem Schmerz begegnen zu müssen. Die Angst vor dem Tod in unserer Gesellschaft ist enorm. Die Angst vor dem Tod eines Kindes nahezu unaussprechlich.
Doch wie weiter leben, wenn das Leben einen dramatisch anderen Verlauf nimmt, als es geplant war? Nimmt man weiterhin teil, so zerreißt es einem das Herz, andere Eltern über ihre Kinder sprechen zu hören oder die Kinder der anderen unbeschwert spielen zu sehen. Möchten Freunde und Bekannte Rücksicht auf diesen Schmerz nehmen, trauen sie sich bei Zusammenkünften bald kaum  mehr, über das ungetrübte Familienleben zu sprechen. Es dauert meist nicht lange, bis aus Befangenheit Einladungen und Besuche ausbleiben, ja sogar jeglicher Kontakt vermieden wird. 
Eine ausweglose Situation scheint sich über alle aus zu breiten. Am meisten betroffen sind natürlich die verwaisten Eltern. Für sie ist es elementar, ihr Kind lebendig zu halten, indem sie sich an die vielen kleinen Erlebnisse mit ihm erinnern und sich vorstellen, wie es wohl gewesen wäre, wenn es noch leben würde. Sie bleiben in Verbindung mit ihren Kindern. Das zarte Band, das sie verbindet, erweist sich als wesentlich stärker als erwartet. Auch damit gilt es zu lernen, umzugehen. 
Neben der Erkenntnis wie wichtig es ist, weiterhin am gesellschaftlichen Leben teil zu nehmen, steigt der Trend, sich Hilfe in einschlägigen Internetforen und in Trauergruppen  zu suchen. Hier findet man Menschen, die wissen, was man durchmacht und wie man sich fühlt. Erinnerungen und Erlebnisse können ausgetauscht werden, ohne das Gegenüber zu belasten. Der Schmerz darf gezeigt werden. Er wird geteilt, man verleiht ihm Ausdruck, er bekommt einen Platz und erfährt Anerkennung. Das sind die wichtigsten Aspekte für die Begleitung von verwaisten Eltern – sie dürfen über ihre Situation ungehemmt sprechen und müssen sich nicht mehr damit verstecken.
Der Bundesverband Verwaiste Eltern e.V. macht viele Angebote: www.veid.de. Hier gibt es auch eine regionale Unterteilung. Denjenigen, für die kein passendes Angebot in der eigenen Region dabei ist, biete ich ein Online-Trauerseminar für verwaiste Eltern an, das überregional greift. Bei Interesse oder Fragen, schicken Sie bitte eine Email an .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen) oder rufen Sie mich an unter: 030/399 065 58.
 
 
Kontakt: Eva Terhorst, .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen), Tel: 030 399 065 58, www.trauerbegleiter.org

Wie kann professionelle Trauerbegleitung helfen? 01.02.2011

Berlin im Februar 2011. In unserer Gesellschaft hat Trauer wenig Platz. Diejenigen, die es betrifft, machen diesen Prozess weitgehend alleine durch, da ihnen über Beileidswünsche hinaus oft wenig Unterstützung und Beistand  im Familien- und Freundeskreis zu Teil wird. Das hat unter Umständen damit zu tun, dass Freunde und Verwandte sich hilflos fühlen und Sorge haben, Fehler zu begehen. 
 
Die meisten von uns wissen nicht, was Trauer ist und wie sie wirkt. Hinzu kommt, dass Trauer bei jedem Menschen ganz individuell und daher unterschiedlich verläuft. Bücher über Trauer helfen auf jeden Fall weiter, denn sie leisten in vielen Punkten Aufklärung über das, was in einem vorgeht. So kann man den Zustand, in dem man sich befindet, schon ein Stück weit besser einordnen und fühlt sich wahrscheinlich nicht mehr ganz so allein, denn man merkt, es geht auch anderen so.
Bis man aber so weit ist, Bücher darüber zu wälzen oder sich professionelle Hilfe zu holen, dauert es häufig recht lang. Manchmal nur Wochen, meistens aber mehrere Monate und Jahre. Die Vorstellung, dass die Trauer nicht so lange anhalten wird, sitzt tief und wird durch das Umfeld noch verstärkt, indem man oft und nachhaltig dazu aufgefordert wird, einfach so weiter zu machen wie vor dem Todesfall. Doch liest man beispielsweise ein Buch über Yoga, konnte man sicherlich einiges darüber erfahren, hat aber noch lange kein Yoga gemacht. Es ist ein gewaltiger Unterschied über etwas zu lesen oder es auch zu tun.
Dass das „einfach weiter machen“ aber nicht so ohne Weiteres geht, stellt sich oft nach einiger Zeit heraus. Auch fehlt häufig die Vorstellung davon, wie eine professionelle Trauerbegleitung tatsächlich helfen und wirken kann. Geht man da nur zum Heulen hin? Schließlich möchte man nicht, dass jemand einen weinen sieht. Mit großer Wahrscheinlichkeit fließen Tränen, doch merkt man bald, dass sie nicht peinlich sind und es ein Unterschied ist, zu Hause allein zu weinen oder ob es mit jemandem geschieht, der ganz tief im Inneren versteht, um was es geht.
Es ist ja nicht nur so, dass man den Menschen vermisst, den man verloren hat. Oft hat sich das gesamte Leben schlagartig verändert und der Großteil des Freundeskreises hat sich aus Hilflosigkeit zurück gezogen. Das Gefühl des Alleingelassenseins schmerzt zu sehr und die Hoffnung, wirkungsvolle Hilfe zu erhalten schwindet von Tag zu Tag. Man fühlt sich abgeschnitten von all den anderen, die diese Situation aus eigener Erfahrung nicht kennen. In der Trauerbegleitung trifft man auf Menschen, die ähnliche Situationen aktuell durchleben oder durchlebt haben. Das ist eine ganz andere Basis für Gespräche und Veränderungen.
Je nach Bedarf und Wunsch werden in Einzel-Coachings und/oder Trauergruppen die verschiedenen Gefühle und die gesamte Situation, die der Tod eines geliebten Menschen mit sich bringt, betrachtet. Oft hat der Tod des Partners oder des Kindes verheerende Folgen für das eigene Leben. Zu glauben, damit alleine zurecht kommen zu müssen, ist nahezu fatal. Die Trauer braucht Platz, Zeit, Aufmerksamkeit und Begleitung. Doch gleichzeitig ist man zum sofortigen Handeln und Funktionieren gezwungen. Dies erfordert übermenschliche Kräfte und führt häufig zu Überforderung und folgender Depressionen. Laut Dr. Manfred Wolfersdorf, Ärztlicher Direktor des Bezirkskrankenhauses Bayreuth, entstehen über 60 Prozent aller Depressionen aus unverarbeiteter Trauer. So mutiert Trauer oftmals von einer zunächst vorübergehenden, extrem angespannten, verzweifelten und hilflosen Verfassung zu einer Depression.  
In der Trauerbegleitung findet man nicht nur ein Gegenüber und geduldige, verständnisvolle Zuhörer. Hier werden auch Hilfestellungen angeboten, die Schritt für Schritt helfen, die schwere Zeit zu durchleben und die Mut machen, das neue Leben entsprechend der eigenen Bedürfnisse und der aktuellen Situation zu gestalten. Die Trauergruppe trägt den Trauernden durch ehrliche Anteilnahme und eigene Erfahrungen mit. Freundschaften bilden sich, ein Netzwerk entsteht und man erfährt gegenseitige Begleitung, auch außerhalb der Gruppe, durch das neue Leben.
Kontakt: Eva Terhorst, .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen), Tel: 030 399 065 58, www.trauerbegleiter.org

Was tun, wenn ein Angehöriger trauert? 22.01.2011

Berlin im Januar 2011. Das neue Jahr begeht man gerne mit guten Vorsätzen: Abnehmen, mehr Sport, weniger Alkohol und Zigaretten. Ein guter Vorsatz für das neue Jahr könnte aber auch der tiefe Wunsch sein, mehr und besser auf die Nöte des eigenen Umfelds eingehen zu können, indem man sich ein wenig mehr auch auf schwierige Themen einlässt. 
In unserer Gesellschaft hat Trauer wenig Platz. Diejenigen, die es betrifft, machen diesen Prozess weitgehend alleine durch, da ihnen über Beileidswünsche hinaus oft wenig Unterstützung und Beistand  im Familien- und Freundeskreis zu Teil wird. Das hat unter Umständen damit zu tun, dass Freunde und Verwandte sich hilflos fühlen und Sorge haben, Fehler zu begehen. 
 
In der Tat befinden sich Trauernde in einer Ausnahmesituation, können sehr empfindlich reagieren und ziehen sich schnell zurück. Das hängt häufig mit ungeschickten, aus Hilflosigkeit unpassenden Kommentaren der Menschen zusammen, die es eigentlich gut meinen. Um zukünftig solchen Situationen besser gewachsen zu sein, gibt es einige sinnvolle Hilfestellungen, die jemandem, der einem Trauernden beistehen möchte, zu mehr Sicherheit verhelfen und der trauernden Person das Gefühl vermitteln, gut aufgehoben zu sein.
 
Zunächst ist es ganz wichtig, alle landläufigen Vorstellungen über den Umgang mit Tod und Trauer in den Hintergrund zu rücken, um sich auf die individuelle Situation und die Trauer des Betroffenen ohne Wertungen einzulassen. Das beinhaltet die Art, wie der Betroffene trauert, aber auch die Zeit, die er dafür braucht. Aufmunternd gemeinte Kommentare und Bemerkungen, wie: „Du bist doch noch jung und musst nach vorne schauen.“ und „Sei froh, dass er nicht lange gelitten hat.“, können eventuell den Prozess, in dem sich der Trauernde verschließt und zurückzieht begünstigen, weil er sich in seiner Situation nicht gesehen und sich unverstanden fühlt. 
 
Letztendlich gilt es, der Trauer Raum und Zeit zuzugestehen und für den Trauernden da zu sein, indem man ihm einfühlsam zuhört. Statt übervorsichtig, zu forsch oder zu zurückhaltend zu reagieren, ist es wichtig, dem anderen zu sagen: „Ich wäre so gerne für dich da aber ich weiß nicht wie und ich habe Angst, etwas falsch zu machen.“ Mit solch einer offenen und ehrlichen Aussage, kann die Freundin oder das Familienmitglied oftmals viel mehr anfangen, als mit hilflosem und stillem Rückzug, der oft enorm verletzend wirkt. Genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich bewirken wollte. Auf der Grundlage von Offenheit und Ehrlichkeit kann dann gemeinsam nach Möglichkeiten der Hilfe und Unterstützung gesucht werden.
 
Gehört man zu den eher ungeübten Zuhörern, bleiben noch viele kleine und große Alltagsdinge, die ein trauernder Mensch zu bewältigen hat. Auch hier ist Unterstützung notwendig und sehr willkommen. Nach dem Tod eines nahen Angehörigen gibt es Vieles zu regeln, wofür dem Betroffenen meist wenig Kraft zur Verfügung steht, da er den Verlust eines geliebten Menschen zu bewältigen hat. Auch hier gilt: jeder wie und was er kann. Das reicht von Auto zur Inspektion bringen, über Einkaufen, Kochen, Babysitten, bei Amtsgängen helfen, bis hin zur Autofahrt zum Arzttermin etc.
 
Jedem, der etwas tut, können Fehler passieren. Doch im Trauerfall einen Freund aus Hilflosigkeit alleine zu lassen, ist ein vermeidbarer Fehler.