Heilpraktikerin für Psychotherapie

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Trauerbegleitung

Trauersituationen sind in unserer Gesellschaftsstruktur ungewollt. Die meisten möchten sich nicht mit der Sterblichkeit auseinander setzen, weil sie Angst macht und den Eindruck eines endgültigen Bruchs hinterlässt. So passiert es oft, dass Trauernde von ihrem Umfeld alleine gelassen werden und nicht wissen, wie sie mit ihren Gefühlen umgehen sollen.  Sie werden gedrängt, schnell mit der Trauerphase "durch" zu sein oder setzen sich selbst unter Druck. Auch wenn wir Familien- und Freundeskreise haben, die uns in unserer Trauer unterstützen, fehlt es oft an Ideen, unserer Trauer Ausdruck zu verleihen, um ihr auf diese Weise den angemessenen Platz einzuräumen. Wie gehen Kollegen und Vorgesetzte mit der Situation um? Wie schaffe ich meine Arbeit? Fühle ich mich einsam, bekomme ich Depressionen?

Bei der Trauerbegleitung, wie ich sie anbiete, finden sich mehrere unterstützende Aspekte für die Trauerarbeit kombiniert. Die Erfahrungen mit dem Suizid meiner Mutter und dem Krebs-Tod meines Lebenspartners haben mir gezeigt, dass, neben der großen Trauer und Niedergeschlagenheit oft noch viele Fragen offen sind. Beispielsweise das Warum nach einem Suizid oder ungelöste Konflikte schwelen noch weiter und wir haben nur wenige Möglichkeiten, diese aufzulösen. Wir haben es gelernt, diese belastende Situation hinzunehmen und auszuhalten. Niemand erklärt uns, dass es normal ist, wenn wir uns nicht mehr gut konzentrieren können, vergesslich sind, appetit- und schlaflos werden oder uns eine unendliche Schwere und Müdigkeit überfällt. Manche tragen unter Umständen ein Unterhemd ihres verstorbenen Partners, um ihm nahe zu sein und befürchten, andere könnten sie dafür für verrückt halten. 

Als ausgebildete Trauerbegleiterin ergänze ich das Angebot in der Gruppen- und Einzelarbeit durch die Gewaltfreie Kommunikation (GfK) und Familienaufstellungen. Auch in diesen Bereichen bin ich ausgebildet und erfahren.

Trauer verläuft in verschiedenen Phasen und bei jedem unterschiedlich in der Art, Länge und Intensität. Das hat mit der eigenen Persönlichkeit und dem Verhältnis bzw. der Verbindung zur verstorbenen Person zu tun. Ich begleite diese Phasen. Stellen, an denen es stockt, verweisen oft auf ungelöste Konflikte, die dann mit Hilfe der GfK und der Familienaufstellung bearbeitet und gelöst werden können. In meiner Praxis befindet sich ein Abschiedsraum. Dort können Rituale und Meditationen abgehalten werden, die ich auf Wunsch begleite. Ein Ort der Nähe zu sich selbst und zu der Person, die einen nun von einer anderen Ebene aus begleitet.

Einschneidende Erlebnisse, wie der Tod eines geliebten Menschen, können Krisen bedeuten, die das Leben erschüttern. Sie können Chancen der Veränderung sein und Entwicklung und Wachstum schenken. Auch trägt die Kraft der Trauergruppen, die ich anbiete. Sie treffen hier auf Menschen in ähnlichen Situationen, Erklärungen und Rechtfertigungen erübrigen sich, der Austausch hilft die neue Situation nach und nach ins Leben zu integrieren. Verabredungen und Freizeitgestaltung ergeben sich, ein kleines Netzwerk entsteht, neue Freundschaften wachsen. Online haben die Gruppen geschützte Räume, in denen sie sich austauschen können, das Forum steht allen zur Verfügung. Zur Unterstützung der Trauerarbeit habe ich in meiner Trauerzeit ein Trauertagebuch entwickelt. Es kann entweder als PDF herunter geladen oder online ganz privat und für andere unzugänglich geführt werden.

Bei meiner Trauerbegleitung geht es darum,  den eigenen Weg zu finden, der sonst womöglich verborgen bleibt.